und vielleicht eine gewisse „Grenzüberschreitung“ wünsche ich mir auch immer wieder für mich, für hier, den Alltag und die Kirchengemeinde Linzgau-Bodensee!
Ich wünsche mir, dass wir Grenzen sprengen und Vorurteile abbauen.
Bei meiner Teilnahme an der Schwedenprozession Mitte Juli in Überlingen wurde ich beim anschließenden Empfang gefragt, ob wir nun auch eine Schwedenprozession in Markdorf machen möchten. Ich war verblüfft über die Frage und ich habe ganz klar mit: „Nein!“ geantwortet. Das ist doch das Schöne, dass jede Gemeinde ihre Tradition hat, wir uns gegenseitig besuchen und bestärken und somit einem großen Schatz von Gemeinsamkeiten und Unterschiedlichkeiten in der Kirchengemeinde Linzgau-Bodensee strahlen können.
Eine Schwedenprozession mit ihrer Geschichte und Tradition würde gar nicht nach Markdorf passen. Das ist so ähnlich wie mit dem leckeren Wein aus der Urlaubsregion, der Zuhause dann doch irgendwie anders – fast schon gar nicht mehr – schmeckt.
Ein Schritt auf das Neue, das Unbekannte braucht Mut, Neugier, Vorfreude und vielleicht sogar eine gewisse Abenteuerlust, sich auf das Wagnis einzulassen. Und neben Gottes Segen auch ein Portion Vertrauen und Optimismus, dass alles gut werden kann, wenn wir versuchen, das Beste zu wollen.
Und ich kann Ihnen sagen, dass
mir die Vertreter*innen aller Pfarreibezirke im Pfarreirat, die das Ganze im Blick haben, diesbezüglich in allem Suchen und Ringen Hoffnung machen.
Ich finde, dass Jesus uns genau das zeigt. ER hat sich mit Menschen an einen Tisch gesetzt, die nicht alle aus einem Ort waren, nicht allen Normen entsprachen, nicht alle über einen Kamm zu scheren waren. Jesus ist genau in dieser Sache Vorbild: ER hatte keine Grenzen – wir können vielleicht sagen: ER war grenzenlos in der Verbreitung der FROHEN BOTSCHAFT – dem Aufbau des Reiches Gottes.
Und darum darf, soll und muss es uns in erster Linie gehen:
Die Verbreitung der FROHEN BOTSCHAFT und den Weiterbau am Reich Gottes in die heutige Zeit über den Tellerrand des Pfarreibezirks Markdorfs hinaus. Immer gerade dort, wo ich gerade bin.
Stefania Menga
Gemeindereferentin